König von Preußen, geboren 24.1.1712 Berlin, gestorben 17.8.1786 Sanssouci bei Potsdam.
Friedrich II. war mehrfach in Dresden. 1728 begleitete er seinen Vater, König Friedrich Wilhelm l., bei dessen Besuch des Dresdner Hofs. Friedrich II. traf allerdings zwei Tage später, am 16. Januar, in der Stadt ein und bewohnte für die Dauer seines Aufenthalt (bis zum 11. Februar) das Palais des Grafen Flemming in der Kreuzgasse. Erstmals als König hielt sich Friedrich II. am 19./20. Januar 1742 in der sächsischen Residenz auf, um mit dem Kurfürsten das weitere gemeinsame Vorgehen im Kriege gegen Österreich zu besprechen, wobei es ihm gelang, dem an politischen Fragen wenig interessierten Friedrich August Il. wichtige Zugeständnisse abzuringen. Nach dem preußischen Sieg bei Kesselsdorf zog Friedrich II., diesmal als Feind, am 18. Dezember 1745 in die Stadt ein. Sein Quartier war bis zum 27. Dezember das Flemmingsche Palais.
Überliefert ist, dass er in dieser Zeit allabendlich seine gewohnten Kammerkonzerte abhielt, an denen Teile der sächsischen Hofkapelle, Johann Adolf Hasse, die Sängerin Faustina Hasse-Bordoni sowie er selbst als Flötist teilnahmen.
Nach dem überfallartigen Einmarsch in Sachsen zu Beginn des Siebenjährigen Krieges hatte die preußische Armee bereits am 9. September 1756 Dresden besetzt. Friedrich II. traf einen Tag später selbst in der Stadt ein und bezog das Palais Mosczinska. Der Kurfürst und Brühl hatten die Residenz schon vorher verlassen.
Ende September ging Friedrich II. nach Böhmen, kam aber Mitte November wieder nach Dresden zurück, wo er bis zum April 1757 das Palais Brühl (Augustusstraße) bewohnte. Danach begab sich Friedrich II. wiederum zum böhmischen Kriegsschauplatz. Im August/September des gleichen Jahres lagerte der König mit einem Truppenkorps vor der Neustadt, wobei er vom Dresdner Rat kurzfristig 120.000 Taler Kontributionen verlangte (Quartier im Gasthof Schönbrunn).
Durch tagelange Beschießung im Juli 1760 versuchte Friedrich II. vergeblich, die nun von den Österreichern besetzte Stadt zur Übergabe zu zwingen (Belagerung 1760). Seine Unterkunft hatte er im Leubnitzer Pfarrhaus.