Maler und Zeichner, geboren 5.9.1774 Greifswald, gestorben 7.5.1840 Dresden.
Der bedeutendste Landschafter der deutschen Romantik und Wegbereiter der realistischen Landschaftsmalerei des 19. und 20. Jahrhundert gehört zu den berühmtesten Malern, die in Dresden gelebt und gewirkt haben.
Nach einer ersten Ausbildung in Greifswald und dem Kunststudium 1794/98 an der Akademie in Kopenhagen ließ er sich im Oktober 1798 in Dresden nieder, „um hier, in der Nähe der trefflichsten Kunstschätze und umgeben von einer schönen Natur“ seine „artistischen Arbeiten fortzusetzen“, wie er selbst schrieb. In den ersten zehn Jahren beschäftigte er sich vorwiegend mit Zeichnungen, Aquarellen und Sepiamalerei. Großes Aufsehen erregte 1808 sein Altarbild „Kreuz im Gebirge“ für die Tetschener Schlosskapelle, womit er über die Grenzen Dresdens hinaus bekannt wurde (1810 Aufnahme in die Berliner Akademie). Die bis um 1820 geschaffenen repräsentativen Ölgemälde brachten Friedrich verdienten Ruhm, aber die offizielle Anerkennung wurde dem patriotisch gesinnten und politisch progressiv engagierten Künstler versagt. So wurde er am 4. Dezember 1816 zum Mitglied der Dresdner Kunstakademie ohne Lehramt ernannt und erhielt 1824 nur die Berufung zum außerordentlichen Professor (200 Taler Gehalt) ohne Lehrbefugnis. Da sich 1820/30 die allgemeine Kunstauffassung stark gewandelt hatte, verbrachte Friedrich, der seinem Stil treugeblieben war, seine letzten, von Krankheit überschatteten Lebensjahre in immer stärkerer Isolierung und materieller Armut (letztes großes Gemälde „Das große Gehege“, um 1832).
Seine Kunstwerke wurden vergessen und erst 1906 zur Jahrhundertausstellung der deutschen Kunst (1775-1875) in Berlin wieder in ihrer Bedeutung erkannt und gewürdigt. Neben etwa 180 noch vorhandenen bzw. in Abbildungen nachweisbaren Gemälden (davon 14 in der Dresdner Gemäldegalerie Neue Meister) schuf Friedrich etwa 900 zeichnerische Arbeiten, von denen ungefähr noch 150 Blätter erhalten sind, auch sind 18 Radierungen und 4 Holzschnitte bekannt. Seine künstlerische Vielseitigkeit (er schrieb Gedichte und befasste sich u. a. mit Innenarchitektur) dokumentiert sich auch in Grabmalsentwürfen, nach denen noch drei Grabsteine auf dem Eliasfriedhof existieren. Oftmals hat Dresden und seine Umgebung den Künstler zu Darstellungen angeregt. Von seinen Zeitgenossen wurde Friedrich als starke, verinnerlichte Persönlichkeit geschildert, als wortkarg und bedürfnislos. Während der Napoleonischen Fremdherrschaft war sein Atelier Treffpunkt vaterländisch gesinnter Intellektueller, zu denen Ludwig Tieck, Heinrich von Kleist, Philipp Otto Runge, Ferdinand Hartmann, Friedrich Kersting, Gerhard von Kügelgen, Gottfried Heinrich von Schubert und Theodor Körner gehörten. Eng befreundet war Friedrich mit Christian Gottlieb Kühn, mit Carl Gustav Carus (ab 1817) und Christian Claussen Dahl (ab 1818), die zugleich seine bedeutendsten Schüler waren. Friedrich lebte in der Pirnaischen Vorstadt, bis 1820 im Haus „An der Elbe 26“ und danach „An der Elbe 33“.
Grab auf dem Trinitatisfriedhof; Büste (1807) von Christian Gottlieb Kühn im Albertinum; Denkmal (1990) von Wolf Eike Kuntsche im Brühlschen Garten; Caspar-David-Friedrich-Straße in Zschertnitz; umfassende Ausstellung „Caspar David Friedrich und sein Kreis“ (1974/75) im Albertinum.