Mit dem Anwachsen der Einwohnerzahl wurde 1848 auf Plauener Flur am Hahneberg nach Plänen von Christian Gottlieb Spiess ein neuer Friedhof angelegt. Zu den ersten hier Bestatteten zählten Opfer des Maiaufstandes 1849, für die ein Obelisk errichtet wurde. Neben dem Friedhofsgebäude befindet sich die Statue der Kurfürstin Anna, die Robert Henze (hier begraben) für den ursprünglichen Standort an der Annenkirche schuf.
1983 legte die Technische Universität auf der aufgelassenen Grabstätte von Hermann Hettner eine Gedenkstätte für 9 Professoren an, deren Gräber auf dem Friedhof nicht mehr zu rekonstruieren waren: Neben Hettner für August Seebeck, den Mathematiker Oskar Schlömilch (1823 – 1903), Gustav Anton Zeuner, den Statiker Wilhelm Fränkel (1841 – 1895), Karl Weissbach, Ambrosius Hülsse, Martin Dülfer und den Mathematiker Georg Helm (1851 – 1923).
Zahlreiche weitere Persönlichkeiten wurden auf dem Friedhof begraben, u. a. Johann Carl Ulrich Bähr, Gustav Woldemar von Biedermann, Theodor Choulant, Bogumil Dawison, Emil Devrient, Friedrich Wilhelm Enzmann, Hanns Bruno Geinitz, der Kammersänger Heinrich Wilhelm Gudehus, Otto Leonhard Heubner, Friedrich August Lesske, der Geodäsieprofessor Christian August Nagel (1821 – 1903), Richard Wagners erste Ehefrau Minna Planer (1809 – 1866), Julius Schnorr von Carolsfeld und die Wagner-Interpreten Ludwig Schnorr von Carolsfeld (1830 – 1865) und Malwine geb. Garrigues (1825 – 1904), Alfred Stübel und die Schauspielerin Pauline Ulrich.