Palais Flemming-Sulkowski

ehemals bedeutsames Barock-Palais an der Inneren Pirnaischen Gasse (Landhausstraße). Das viergeschossige Bauwerk mit 14 Achsen Front an der Schauseite, die mit Mittelrisalit und Dreiecksgiebel sowie Pilastern und Reliefs reich gegliedert war, wurde nach 1704 für den Oberhofmarschall August Ferdinand Pflug (1662-1712) an der Stelle eines Bürgerhauses errichtet, das u. a. Paulus Luther gehört hatte.

Der Architekt war Johann Rudolph Fäsch. 1714 erwarb der Generalfeldmarschall und Kabinettsminister Jakob Heinrich von Flemming (1667-1723) das Palais, das er erweitern und verschönern ließ (prächtiges Treppenhaus; mit Arkaden, Brunnen und Grotte geschmückter Hof; Flügelbau mit Ausgang zur Moritzstraße). 1717 gab hier Johann Sebastian Bach der Hofgesellschaft ein Konzert, nachdem sich der Klaviervirtuose Louis Marchand dem geplanten musikalischen Wettstreit entzogen hatte.

1724 wurde das Palais kurfürstlicher Besitz, 1726 kam es an Flemming zurück, 1728 erwarb es August der Starke erneut, um es August Christoph von Wackerbarth zu schenken. Nach dessen Tod besaß Alexander Joseph von Sulkowski (1695 bis 1762) ab 1736 das Palais, das er von Johann Christoph Knöffel erweitern und umbauen ließ. Nach dessen Entwürfen folgte 1746/47 ein weiterer Ausbau, nachdem der Hof das Palais erneut erworben hatte, um es als Wohnsitz für die sächsischen Prinzen einzurichten. Das 1760 stark beschädigte Palais wurde später abgebrochen und an seiner Stelle das Landhaus errichtet.

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