Meixgrund

am rechten Elbufer bei Pillnitz liegender Landschaftspark, der 1403 erstmals als „Vallis Michcz“, später als Meutzig- oder Meitzgrund erwähnt wurde. Seine eigentliche Entdeckung verdankt der Meixgrund Kurfürst Friedrich August III. Die Ende des 18. Jahrhunderts vorherrschende romantische Naturschwärmerei führte zur Anlage eines Fußwegs (1780) im bis dahin unwegsamen Meixgrund. Es war die sentimentale Fortsetzung eines Landschaftsparks. Der Kurfürst ließ einen künstlichen Wasserfall, Ruhebänke, Rosenhügel, einen alten Opferstein, die Hütte Philemons und am Ende des Tals die Bach- oder Meixmühle anlegen. Johann Daniel Schade schuf die künstliche Ruine über dem Grund. Der Meixgrund endet am Fuße des Borsbergs und führt nach Friedrich August den Namen „Der Friedrichsgrund“. Am 27. Juni 1850 führte ein Wolkenbruch zu großen Verwüstungen, wobei die Wassermassen des sonst so harmlosen Bachs bis in den Pillnitzer Schlosspark vordrangen. Nach wie vor ist der Meixgrund ein beliebtes Ausflugsziel. In der Meixmühle leitete August Bebel 1886 eine illegale Tagung der Sozialdemokraten (Gedenktafel).

Synonyme: Friedrichsgrund
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