Gesellenaufstand 1794

Streikaktion von rund 3.000 Gesellen 26./29. Juli des Jahres. Anlass war die ungerechte Behandlung eines Schneidergesellen durch seinen Meister und die schroffe Haltung des Rates auf seine Klage hin. Der Streik erfasste neben den Schneidern noch etwa 20 andere Gewerke. Die wirtschaftliche Versorgung Dresdens wurde lahmgelegt.

Militär besetzte die Innenstadt, nahm die 300 Insassen der Schneiderherberge auf der Webergasse fest und sperrte sie ins Gewandhaus. Eine kurfürstliche Untersuchungskommission verhörte die Gefangenen im Rathaus. Einige Beteiligte erhielten daraufhin Haftstrafen. Die Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenz veranlasste die Streikenden bald zum Abbruch ihrer Aktion. Obwohl die eigentliche Ursache der Unruhen die im 18. Jahrhundert allgemein bedrückende wirtschaftliche und rechtliche Lage der Gesellen war, stellten die Dresdner Gesellen keine allgemeinen Forderungen, die etwa die Zunftordnung in Frage gestellt hätten.

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