im Albertinum untergebrachte und zu den Staatlichen Kunstsammlungen gehörende Sammlung von rund 2.000 Werken der deutschen Romantik, des bürgerlichen Realismus des 19. Jahrhunderts, des französischen und deutschen Impressionismus, des deutschen Expressionismus, der proletarisch-revolutionären Kunst, der sozialistisch-realistischen Kunst der DDR sowie der Gegenwartskunst des In- und Auslands.
Die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Abteilung neuer Meister in der Königlichen Gemäldegalerie angelegte Sammlung geht auf eine Stiftung August Bernhard von Lindenaus im Jahre 1843 und eine Anordnung des Akademischen Rates der Kunstakademie zurück, die 1848 festlegte, dass die Hälfte des Reinertrags aller akademischen Ausstellungen zum Ankauf von Werken vaterländischer (d. h. sächsischer), zumeist noch lebender Künstler zur Verfügung gestellt werden sollte. Den Provinzialismus in der Ankaufspolitik überwanden erst die Galeriedirektoren Karl Woermann (1882/1910) und Hans Posse (1910/42), die besonderen Wert auf die Werke der deutschen Romantik, des bürgerlichen Realismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie auch später auf die des deutschen und französischen Impressionismus legten. Unterstützung gab dabei der 1911 gegründete „Dresdner Museumsverein“ (ab 1917 „Patronatsverein der Staatlichen Gemäldegalerie“). Eine räumliche Trennung von der Abteilung Alte Meister wurde 1925 vorgenommen, als Werke der neuen Abteilung in dem Gebäude Parkstraße 7 untergebracht wurden. Der Erste Weltkrieg hatte den Bau des 1913 geplanten zweiten Galeriegebäudes verhindert. Das Jahr 1931, in dem man die Bilder des 19. Jahrhunderts in die Sekundogenitur auf der Brühlschen Terrasse brachte, gilt als eigentliches Gründungsjahr der Gemäldegalerie Neue Meister, die jedoch mit der Gemäldegalerie Alte Meister unter einer Direktion verblieb. Die Werke des 20. Jahrhunderts befanden sich bis zur Deponierung und Auslagerung 1942 in der Osthalle der Semper-Galerie. 1937 erlitt die Gemäldegalerie erhebliche Verluste durch die nazistische Aktion „Entartete Kunst“, wobei bedeutende Werke ins Ausland verkauft worden sind. Dem Bombenangriff im Februar 1945 fielen 199 Bilder zum Opfer. 1946/65 fand die Gemäldegalerie, die seit 1959 unter eigener Direktion steht, eine provisorische Unterkunft im Schloss Pillnitz. Seit 20. Oktober 1965 werden ständig ca. 400 Bilder mit Kleinplastiken der Skulpturensammlung in 12 großen Oberlichtsälen und drei Seitenlichtsälen im Obergeschoß des Albertinums gezeigt.