Anton
Maler, geboren 18.11.1736 Winterthur (Schweiz), gestorben 22.6.1813 Dresden.
Der seit 1759 in Augsburg lebende Künstler wurde 1766 als Lehrer mit einem Jahresgehalt von 400 Talern an die Dresdner Kunstakademie berufen.
Damit war zugleich das Hofmaleramt verbunden, unter anderem mit der Aufgabe, „jährlich ein Bildnis mit oder ohne Hand, halbe Figur, für den Hof unentgeltlich und besten Fleißes zu verfertigen“. Graff hatte seine Wohnung im Haus Altmarkt 9. Trotz eines lukrativen Angebots 1788 an die Berliner Kunstakademie blieb er Dresden treu, wo er 1789 mit einem Jahresgehalt von 700 Talern zum Professor ernannt wurde. Schon in seinen ersten Dresdner Jahren war Graff so erfolgreich, dass er bald der gesuchteste Porträtmaler in Deutschland wurde, wobei sich seine Bilder durch Verinnerlichung und Vergeistigung der dargestellten Personen auszeichnen. Zu den 1.240 Bildnissen, die er schuf, gehören die fast aller berühmter Zeitgenossen, so z. B. auch die der Dresdner Persönlichkeiten Johann Christoph Adelung, Christian Ludwig von Hagedorn, Christian Gottfried Körner, Johann Gottlieb Naumann, Johann George Palitzsch, Gottlieb Wilhelm Rabener, Elisa v. d. Recke, Friedrich v. Schiller, Christoph August Tiedge und Adrian Zingg. In seinen letzten Lebensjahren malte Graff auch einige kleine stimmungsvolle Landschaften mit Motiven aus der Dresdner Umgebung.
Begraben auf dem alten Johannisfriedhof, Anton-Graff-Straße in Johannstadt.