Geographisch-topographische Beschreibungen

Im Falle Dresdens ist eine strenge Unterscheidung zwischen Darstellungen dieser Art und Chroniken nicht möglich, da bei Letzteren das topographische Element häufig überwiegt oder zumindest sehr ausgeprägt ist (Stadtgeschichtsschreibung). Auch die zahllosen Reisebeschreibungen (Dresden in der Reiseliteratur) enthalten oft ausführliche Beschreibungen der Stadt.

Als die ältesten ausgesprochen geographisch-topographisch orientierten Darstellungen sind die von Daniel Wintzenberger (1591), Johann Frenzel (1592) und Martin Zeiller (1632) anzusehen. Von Zeiller stammen auch die Ortsbeschreibungen und damit auch die von Dresden in der berühmten „Topographia Superioris Saxonia“ (1650) des Matthäus Merian. Die bekanntesten stark topographisch orientierten Werke des 18. Jahrhunderts sind die von Johann Christian Crell, Benjamin Gottfried Weinart und Johann Christian Hasche. Erwähnenswert ist noch die „Description de la ville de Dresde...“ von Jean Auguste Lehninger aus dem Jahre 1782. Seit Beginn des 19. Jahthunderts sind dann die entsprechenden Abschnitte in geographisch-statistischen Handbüchern, wie z. B. dem „Staats-, Post- und Zeitungslexikon“ von August Schumann (1814 ff.) und dem „Handbuch der Geographie, Statistik und Topographie des Königreichs Sachsen“ von Albert Schiffner (1839/40), und in Reiseführern charakteristisch. Aus jüngster Zeit ist die Beschreibung Dresdens innerhalb der Reihe „Werte unserer Heimat“ (Band 42, Berlin 1984) bemerkenswert.

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