Die Tradition der bei den Dresdnern sehr beliebten Gartenbau-Ausstellungen, die in konzentrierter Form die Entwicklung des Dresdner Gartenbaus repräsentieren, geht zurück auf die Blumen- und Früchteschauen, die die Gesellschaft für Botanik und Gartenbau „Flora“ ab Herbst 1828 und teilweise auch im Sommer veranstaltete. Ausstellungsorte waren das Palais im Großen Garten, der Naturhistorische Hörsaal im Glockenspielpavillon des Zwingers, das Kunstausstellungsgebäude und das Belvedere auf der Brühlschen Terrasse, die Orangerie im Herzogin-Garten sowie der Garten am Prinz-Max-Palais. Während anfangs die für Dresden typischen Sonderkulturen (Kamelien, Azaleen, Rhododendren, Eriken) im Vordergrund standen, wurden zunehmend auch Orchideen, Rosen, Ziersträucher, Obstbäume und Nadelhölzer gezeigt.
Höhepunkte waren die Internationalen Gartenbau-Ausstellungen von 1887 (im Großen Garten), von 1896 (mit der Einweihung des Austellungspalastes), von 1907 („Landschaftsbilder“), von 1926 („Jubiläums-Gartenschau“ von April bis Oktober mit wechselnden Sonderschauen nicht nur in Hallen, sondern auch auf 35 ha Freiland; über 3 Millionen Besucher) und von 1936.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gartenbau-Ausstellungen zunächst als „Exportmusterschau“ (vom Ministerium für Land- und Forstwirtschaft; 1953, 1954, 1956), dann unter dem Titel „Frühling in Dresden“ (vom VEB Ausstellungen Dresden; 1958/64 zweijährlich) in der Stadthalle (jetzt Militärhistorisches Museum) veranstaltet. Als „Dresdner Blumensommer“ fanden die Gartenbau-Ausstellungen in den achtziger Jahren in der Ausstellungshalle am Straßburger Platz statt (1980, 1984, 1989).