Friedensbrunnen

auf der Südseite des Neumarkts vor dem Eingang zum Johanneum stehender Brunnen, der zu den ältesten der Stadt gehört. Er ist aus einem Röhrkasten entstanden, der anfangs aus Holz, später aus Stein gefertigt worden war und sich auf der Ostseite des Neumarkts befand. 1616 entstand der achteckige Brunnentrog (Durchmesser 5 m, Tiefe 1,40 m). Ursprünglich war als Brunnenfigur ein Samson mit Löwe geplant; nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde 1649 aber eine Darstellung der Friedensgöttin Eirene auf dem Brunnensockel errichtet. 1683 wurde die Eirene gegen eine Siegesgöttin (Nike oder Victoria), geschaffen von Conrad Max Süßner, ausgetauscht, die an den Sieg Johann Georgs III. über die Türken erinnern sollte (deshalb auch die Namen Johann-Georgen-Brunnen, Victoriabrunnen und Türkenbrunnen). Als 1866 das Denkmal für Friedrich August Il. errichtet wurde, erhielt der Brunnen seinen jetzigen Standort, wo er 1969 durch den Bildhauer Egmar Ponndorf gründlich restauriert wurde.

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