Griebel

Otto

Maler und Grafiker, geboren 31.3.1895 Meerane, gestorben 7.3.1972 Dresden.

Der zunächst als Dekorationsmaler ausgebildete Künstler kam 1909 an die Königliche Zeichenschule in Dresden und studierte 1911/15 an der Dresdner Kunstgewerbeschule Glasmalerei. Nach dem Erlebnis des Ersten Weltkrieges als Soldat schloss sich Griebel aktiv der revolutionären Arbeiterbewegung an (war z. B. Mitglied im Dresdner Arbeiter- und Soldatenrat) und entwickelte sich zu einem bedeutenden Vertreter der proletarisch-revolutionären deutschen Kunst.

Nachdem er seine Ausbildung 1919/22 an der Kunstakademie bei Robert Sterl fortgesetzt hatte, war er freischaffend tätig. Mit seinen künstlerischen Werken beteiligte er sich mutig an den sozialen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit. 1929 gehörte Griebel zu den Mitbegründern der Dresdner Sektion der Assoziation Revolutionärer Künstler Deutschlands und 1931 zu den Mitgliedern der Neuen Dresdner Sezession. Nach seiner Verhaftung im Mai 1933 wurden seine Werke durch die Faschisten als „entartet“ verfemt, z. T. beschlagnahmt und vernichtet. Einen weiteren Teil seines Werks verlor der Künstler bei der Zerstörung seines Ateliers am 13./14. Februar 1945. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er zu den Mitgliedern der Künstlergruppe „Das Ufer“, wirkte als Kunstpädagoge an Oberschulen und 1952/60 als Dozent und Studiendirektor an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Seine Wohnung hatte er in Loschwitz (Pillnitzer Landstraße 11).

Grab auf dem Loschwitzer Friedhof.