Hermann
Maler, Grafiker und Plastiker, geboren 21.1.1889 Cotta bei Dresden, gestorben 10.5.1987 bei Besuch in Berlin.
Der in Leipzig als Zeichner und Entwerfer ausgebildete Künstler hatte 1904/11 Abendkurse an der Dresdner Kunstgewerbeschule besucht, 1923/24 an der Dresdner Kunstakademie studiert und war seitdem freischaffend tätig.
1930/37 entstand sein etwa 150 Arbeiten umfassendes „Tafelwerk“ über die Gesetzmäßigkeiten präziser Flächeneinteilung, das nicht, wie viele seiner Werke, bei der Zerstörung seines Ateliers am 13. Februar 1945 vernichtet wurde.
Nach 1945 wohnte er im Künstlerhaus Loschwitz und gehörte bis 1948 der Künstlergruppe „der ruf“ an. Mit seinen von großer Phantasie, Flexibilität und Experimentierfreude zeugenden Arbeiten (auch architekturgebundene Kunst und Plastiken) leistete der „Patriarch der Moderne“ einen bedeutenden Beitrag zum europäischen Konstruktivismus (Gemälde und Grafiken in den Staatlichen Kunstsammlungen; Plastik „Mast mit zwei Faltungszonen“ am Fritz-Löffler-Platz).
Ausstellung im Albertinum (1989), Grab auf dem Loschwitzer Friedhof.