Kunsttischler, Hofmechaniker, geboren 21.12.1654 Quatitz / Kreis Bautzen, gestorben 2.2.1727 Dresden.
Nach Abschluss der Tischlerlehre in Bautzen begab sich Gärtner 1673 auf Wanderschaft, von der er 1686 „als ein großer Virtuosus, stattlicher Mechanicus und vortrefflicher Künstler“ nach Dresden kam. Hier schuf der „sächsische Archimedes“ im Auftrage des Hofes vielfältige technische Meisterleistungen, die u. a. von Wasserleitungsanlagen, Krankenfahrstühlen, Salz- und Braupfannen, transportablen Stubenöfen und Brückenkränen bis zu hölzernen Brennspiegeln und Kunstuhren reichten.
Gärtner wohnte im Fraumutterhaus, wo ihn Zar Peter I. 1711 bei seinem Besuch in Dresden aufsuchte und dabei den von Gärtner konstruierten Fahrstuhl bis zum zweiten Stock ausprobierte.
Zu den Prunkstücken des Staatlichen Mathematisch-Physikalischen Salons gehört heute noch Gärtners fast 2,50m hohe Weltzeituhr von 1709.
Begraben auf dem alten Johannisfriedhof.