Felixmüller

Conrad (eigentlich Conrad Felix Müller)

Maler und Grafiker, geboren 21.5.1897 Dresden, gestorben 23.3.1977 Berlin.

Der Sohn eines Fabrikschmieds studierte nach Besuch der Dresdner Kunstgewerbeschule (1911/12) bis 1915 bei Ferdinand Dorsch und Carl Bantzer an der Dresdner Kunstakademie und war anschließend freischaffend tätig. Mit seinen von revolutionärem Inhalt erfüllten expressionistischen Werken gilt Felixmüller als Mitbegründer der proletarisch-revolutionären Kunst in Deutschland. Er lieferte u. a. sozialkritische Holzschnitte für die Zeitschriften „Der Sturm“ und „Die Aktion“, gab seit 1917 mit Felix Stiemer die Zeitschrift „Menschen“ heraus, war Mitbegründer der Neuen Dresdner Sezession „Gruppe 1919“ und schuf neben zahlreichen Gemälden und ausdrucksstarken Porträts auch Illustrationen und Bühnenbilder. Der mit dem Sächsischen Rompreis (1920), dem Großen Preis für Malerei des Sächsischen Kunstvereins (1928) und dem Sächsischen Staatspreis für Malerei (1931) ausgezeichnete Künstler wurde von den Faschisten künstlerisch und wirtschaftlich boykottiert. In der nazistischen Dresdner Ausstellung „Spiegelbilder des Verfalls in der Kunst“ wurden 1933 vierzig seiner Werke gezeigt; 151 in öffentlichem Besitz befindliche Bilder von ihm wurden später beschlagnahmt. 1934 siedelte Felixmüller, der seine Wohnung in Klotzsche (Königsbrücker Straße) gehabt hatte, nach Berlin über.

Umfassende Personalausstellung 1975 im Albertinum; Conrad-Felixmüller-Straße im Wohngebiet Reicker Straße.

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