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Gasthof zu den drei Lilien - Das alte Dresden
Hofansicht

Gasthof "Zu den drei Lilien"

Fischhofplatz 12

Der Fischhofplatz war "der Dorfplatz des bereits 1411 erwähnten Dorfes Fischersdorf, das auf Ansuchen des Rates durch Begnadigungsbrief vom 18. August 1550 mit Dresden vereinigt und dadurch ein Teil der Vorstadt geworden war, aber seinen Namen bis 1855 behielt. Seit diesem Jahre heißt der Platz Fischhofplatz, sowohl wegen des früher in seiner Nähe befindlichen Hoffischgartens, als auch wegen der ehemals dort wohnenden Fischhändler. - Wahrscheinlich seit dem Anfange des 19. Jahrhunderts gehört zum Fischhofplatze die von ihm nach dem Freiberger Platze führende schmale Gasse. Weil an ihr der etwa in der Mitte des 16. Jahrhunderts entstandene und "zu den drei Lilien" benannte Gasthof liegt, hieß sie im Volksmunde allgemein Liliengäßchen; daneben wurden in den 1730er Jahren öfters die munartlichen Formen Riliengasse, Riljengasse, Riljengäßchen gebraucht." (Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens)

Bereits im Jahre 1548 wurde ein Streit zwischen dem Rat zu Dresden und dem vor den Toren der Stadt gelegenen Fischersdorf wegen "Einlegen fremder Biere und die Beherbergung von Gästen" im dortigen Gasthof des Besitzers Franz Kirsten ausgetragen. Kirsten hatte dieses Recht allerdings geerbt und durfte es somit auch behalten.

  • erste Erwähnung Mitte 16. Jahrhundert
  • zum Haus gehörte eine Ausspanne für Botenfuhrleute (noch bis 1932)
  • auf dem Haus ruhte die "Schildgerechtigkeit" (daher auch "Schildwirtschaft" genannt)
  • 1871 tagte in den "Annensälen" der II. Kongress der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschlands
  • 1874 nahm Karl Marx hier an einer Versammlung teil
  • Besitzer 1577 bis 1581: Marktscheider (Landvermesser) Matthias Oeder
  • 1900-1910 Eigentümer des Hauses: Bierling, Jac. L. Rudolf (Kommerzienrat), später Bierling, Christian Robert Louis (Lederfabrikant)
  • Gastwirt: Hugo Reuther