Kuttelhof

zentrale städtische Schlachtstätte für Großvieh, dessen Name sich von den Kutteln (ältere Bezeichnung für Eingeweide größerer Tiere) ableitet.

Aus hygienischen u. a. Gründen waren die Innungs-Fleischer vom Rat der Stadt verpflichtet worden, alles Vieh, dessen Fleisch zum Verkauf bestimmt war, im Kuttelhof zu schlachten. Erst später wurde es üblich, Großvieh im Kuttelhof, alles Kleinvieh aber zu Hause zu schlachten. Der Kuttelhof wurde auch von den Altendresdner Fleischern mitbenutzt. Er befand sich zuerst in der Kuttelgasse (spätere Schuhmachergasse), ab 1418 in der Wilsdruffer Gasse und 1473 wurde er an den Weißeritzmühlgraben (Nähe Gerbergasse) verlegt. Als man 1873 den „Zentralschlachthof und Viehmarkt“ (Schlachthöfe) einrichtete, wurde der Kuttelhof noch einige Jahre verpachtet und 1881 dann abgebrochen.