linkselbischer Stadtteil, am Nöthnitzbach gelegen, das Gassendorf mit Blockflur 1378 als Gosterticz (altsorbisch sinnverwandt Leute eines Gostirad) erstmalig erwähnt, 1921 zu Dresden eingemeindet. Bis 1403 gehörte der Ort den Burggrafen von Dohna, danach verschiedenen Adelsfamilien. Der Klosterhof von Leubnitz hatte frühzeitig in Gostritz Besitz erworben, den er so weit ausbaute, dass am Ende des Mittelalters das ganze Dorf dem Klosterhof gehörte. Nach der Reformation kam Gostritz mit anderen Dörfern 1550 an das Leubnitzer Amt des Rates der Stadt. Bei den Kämpfen um Dresden 1813 wurden 10 Häuser im Ort vernichtet. Gostritz gehörte bis 1445 zur Parochie Dohna und danach wurde es nach Leubnitz eingepfarrt. 1897 entstand ein Schulhaus im Ort, seit 1923 besuchten die Gostritzer Kinder die Leubnitzer Schule. Die in der Flur befindlichen Lehm- und Tonvorkommen führten zur Errichtung von Ziegeleien. Bekannt wurde Gostritz durch seine Baum- und Rosenschulen. In Altgostritz sind Teile des alten Dorfkerns mit Schlusssteinen und Hausinschriften erhalten. Bis 1965 wurde an der Gostritzer Straße der Gasthof „Mutter Unger“ betrieben. An der Friebelstraße wohnte seit 1917 der Maler Bernhard Kretzschmar.