Gewerbeverein zu Dresden

1834 gegründeter Verein zur Verbreitung allgemeiner Kenntnisse in Gewerbe, Handel, Kunst und Wissenschaft. Der Begründer und erste Vorsitzende war Johann Andreas Schubert, der sich vor allem für die Verbreitung von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen einsetzte. Die umfassende Vortragstätigkeit des Gewerbevereins, seine Veranstaltungen und Ausstellungen gehörten zu Höhepunkten im kulturellen Leben Dresdens. Der Gewerbeverein eröffnete 1870 das Gewerbehaus an der Ostra-Allee mit einem Konzertsaal, wo der Gewerbeverein für eine kontinuierliche bürgerliche Konzertpflege in Dresden sorgte, indem er das Stadtmusikcorps an sein Haus band (Dresdner Philharmonie). Die 1861 in der Maxstraße eröffnete Gewerbeschule des Gewerbevereins wurde nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einer bedeutenden Ausbildungsstätte. 1897 in Besitz der Stadt übergegangen, trug sie später den Namen „Technische Lehranstalt der Stadt Dresden“. Der Gewerbeverein zu Dresden erwarb 1907 das Haus Am Queckbrunnen Nr. 5 und richtete dort einen „Kleinen Saal“ und ein Maschinenhaus ein. Beim Bombenangriff 1945 sind alle Einrichtungen des Gewerbevereins zerstört worden.

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