Georg der Bärtige

Herzog von Sachsen 1500/39, geboren 27.8.1471 Meißen, gestorben 17.4.1539 Dresden.

Georg der Bärtige betrieb zielstrebig und umsichtig die Festigung der Landesherrschaft und förderte die wirtschaftliche Gesundung und Entwicklung des albertinischen Sachsen, indem er auf die Fortsetzung der kostspieligen außenpolitischen Aktivitäten seines Vaters verzichtete. Während der Reformation gehörte er zu den entschiedensten Verteidigern der alten Kirche und zu den herausragendsten Gegnern Luthers. Er konnte jedoch nicht verhindern, dass nach seinem Tode auch im albertinischen Sachsen die Reformation eingeführt wurde. Auf die innere Entwicklung Dresdens nahm Georg der Bärtige auch durch die von ihm erlassene neue Ratsordnung von 1517 Einfluss. Unter seiner Herrschaft begann die Entwicklung Dresdens von der unscheinbaren mittelalterlichen Landstadt zur fürstlichen Residenzstadt. 1519/29 ließ Georg der Bärtige die Stadtmauern verstärken und bezog in diesem Zusammenhang die Frauenkirchsiedlung mit in die Stadt ein.

Mit der Errichtung des Georgenbaus 1530/35 - des ersten Renaissancebauwerks in Dresden - begann die erste große Blütezeit in der Bau- und Kunstgeschichte der Stadt. Georg der Bärtige zog auch die Bildhauerfamilie Walther, die über Generationen die Kunstentwicklung in Dresden mitbestimmen sollte, an seinen Hof.

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