Fraaß

Erich

Maler, Grafiker, geboren 14.4.1893 Glauchau, gestorben 8.1.1974 Dresden.

Der als Lithograph ausgebildete Fraaß besuchte ab 1910 die Dresdner Kunstgewerbeschule und nahm 1912 das Studium an der Dresdner Kunstakademie bei Oskar Zwintscher auf, das er nach dem Ersten Weltkrieg 1919/22 bei Robert Sterl fortsetzte. Danach wirkte er vorwiegend als Maler Dresdner Landschaften freischaffend, hatte seine Wohnung in Gostritz und sein Atelier auf der Ammonstraße (im Februar 1945 zerstört). Der eng mit der Arbeiterbewegung verbundene Künstler, der 1921 Mitglied der Künstlergruppe „Die Schaffenden“ und 1931 Mitbegründer und Vorsitzender der zweiten Dresdner Sezession war, wurde nach Aberkennung der Künstlerschaft (1935) durch die NS-Machthaber auf die „schwarze Liste“ gesetzt. 1945 wirkte er im Vorstand des antifaschistischen Vertrauensrates Bildender Künstler mit und lehrte seit 1947 als Dozent sowie 1953/58 als Professor für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1959 wurde er mit dem Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet.

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