Finanzministerium (Gebäude)

repräsentativer Neorenaissance-Bau am Neustädter Elbufer zwischen Carolabrücke und Augustusbrücke. Das Gebäude entstand 1890/94 für die Unterbringung des sächsischen Finanzministeriums (vorher im Fürstenbergschen Haus) nach einem Entwurf von Otto Wanckel, der die Ergebnisse eines 1887 ausgeschriebenen Wettbewerbs mit verwertete. Für die baukünstlerische Ausstattung des mehrere Innenhöfe umfassenden Finanzministeriums war Oberbaurat Ottomar Reichelt verantwortlich. Das aus Majolikaplatten bestehende Giebelbild an der Elbfront (Wirtschaft und Kultur symbolisierende Gestalten umgeben die Saxonia) schuf Anton Dietrich. Das 1945 stark zerstörte Finanzministerium wurde in den fünfziger Jahren wiederaufgebaut und war bis 1990 Sitz der Bezirksbehörde der Volkspolizei sowie der Ingenieurschule für Geodäsie und Kartographie. Seit Ende 1990 dient es wieder dem Sächsischen Staatsministerium der Finanzen und wurde 1992/94 gründlich rekonstruiert, wobei auch das Dach wieder seine ursprüngliche Form erhielt. Die Eingangshalle, die mit zu den schönsten Räumlichkeiten des 19. Jahrhunderts in Dresden gehört, wurde 1985/87 originalgetreu restauriert.

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