Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein gab es keine ständige Feuerwehr. Die Pflicht der Bewohner zur Brandbekämpfung wurde durch Feuerordnungen geregelt, mit denen später auch bauliche Vorschriften verbunden waren. Die älteste gedruckte Feuerordnung für Dresden stammt von 1572. Nach großen Feuersbrünsten wie 1491 und dem Brand von Altendresden 1685 wurden diese Ordnungen im allgemeinen neugefasst. 1741 bildete die Stadt aus den zum Löschen verpflichteten Bürgern zwei Feuerlöschkompanien, deren Gerätschaften im Rathaus und in Spritzenhäusern u.a. an der Breiten und Wilsdruffer Gasse sowie an der Kreuzkirche aufbewahrt wurden. Im Manteuffelschen Brauhaus in Friedrichstadt konstituierte sich 1835 unter seinem Direktor Johann Gottfried Lehmann ein Lösch- und Rettungsverein.
Eine ständige Einsatzbereitschaft entstand erstmals 1863 mit der Freiwilligen Turnerfeuerwehr des Altstädter Turnvereins, die von Gustav Ritz (geboren 1829) geleitet wurde, 75 Mann zählte und sich um 1880 auflöste. Ritz leitete auch das städtische Feuerlöschwesen (bis 1887), nachdem 1868 die Dresdner Berufsfeuerwehr gegründet wurde. Um 1880 wurde das Läuten der Kirchenglocken bei Brandgefahr eingestellt. (Der Türmer der Kreuzkirche war durch die Feuerordnung von 1751 zum Sturmläuten verpflichtet). Die Feuerwehr bezog 1878 ein neues Depot im städtischen Marstall, verfügte 1888 über 8 auf Alt- und Neustadt verteilte Dienststellen, nahm nach dem Brand der Kreuzkirche (1897) im Jahr darauf die erste pferdebespannte Dampfspritze und 1903 die erste mobile Dampfspritze in Betrieb.
Nach dem Ersten Weltkrieg verfügte die Feuerwehr über die Feuerwachen Altstadt (Annenstraße 9), Neustadt (Louisenstraße; 1913/15 nach Entwurf von Hans Erlwein), Löbtau (Wallwitzstraße), Striesen (Schlüterstraße) und Pieschen (Bürgerstraße) sowie die Rettungszentrale Dürerstraße. Mit der Eingemeindung von Vororten 1921 wurden ihr auch 8 Freiwillige Feuerwehren unterstellt. 1922 wurde die letzte pferdebespannte Dampfspritze ausgemustert.
Die Anschaffung von 18 Großfahrzeugen mit starken Maybachmotoren und Stahlleitern bis 30 m Hubhöhe ab 1929 sicherte der Dresdner Feuerwehr eine Spitzenstellung in Deutschland. Ihre Leistungsfähigkeit wurde auf der Jahresschau „Der Rote Hahn“ 1935 demonstriert, die aber auch von der systematischen Einbeziehung der Feuerwehr in die faschistische Ideologie geprägt war.
Trotz aufopfernden Einsatzes konnte die Feuerwehr gegen die Folgen der Luftangriffe 1945 nur wenig ausrichten; sie verlor die völlig zerstörte Hauptwache Annenstraße und ca. 100 Fahrzeuge. Ihr Wiederaufbau wurde bis 1949 durch den Branddirektor Johannes Bittkow geleitet, Hauptwache wurde die Wache Louisenstraße. Seit 1991 ist die Feuerwehr mit den freiwilligen Feuerwehren des Stadtgebietes dem städtischen Brandschutz- und Rettungsamt unterstellt.
Ständige Ausstellung zur Geschichte der Feuerwehr im Stadtmuseum.