Carl Maria Friedrich Ernst von Weber
Carl Maria von Weber wurde 1786 in Eutin als Sohn einer musikalischen, reisenden Theaterfamilie geboren und erhielt früh Unterricht unter anderem bei Michael Haydn. 1817 wurde er, gegen erheblichen Widerstand des sächsischen Hofes und des Ministers Graf Einsiedel, zum Königlich Sächsischen Hofkapellmeister und Direktor der neu gegründeten deutschen Oper in Dresden berufen. In dieser Position reformierte er den Dresdner Opernbetrieb grundlegend: Er führte eine systematische, disziplinierte Probenarbeit ein, stärkte das deutschsprachige Repertoire gegenüber der bis dahin dominierenden italienischen Oper und machte Dresden zu einem der wichtigsten Zentren des deutschen Musiktheaters. Von Dresden aus arbeitete er an seiner Oper „Der Freischütz", die 1821 in Berlin uraufgeführt wurde und ihm internationalen Ruhm einbrachte und als Gründungswerk der deutschen romantischen Oper gilt. Weber starb 1826 in London, wohin er zur Uraufführung seiner letzten Oper „Oberon" gereist war. Achtzehn Jahre später, 1844, ließ Richard Wagner – der Weber als junger Mann in Dresden erlebt hatte – seine sterblichen Überreste nach Dresden überführen; Wagner hielt bei der Beisetzung auf dem Alten Katholischen Friedhof die Grabrede. Bis heute gilt Weber als eine der prägendsten Figuren der Dresdner Musik- und Operngeschichte.