Racknitz

Joseph Friedrich Freiherr von

klassizistischer Kunstschriftsteller, geboren 3.11.1744 Dresden, gestorben 10.4.1818 Dresden.

Racknitz, Inhaber verschiedener Hofämter (zuletzt Hausmarschall), gehörte zu den bekanntesten Kunstschriftstellern seiner Zeit (u. a. „Briefe über die Kunst an eine Freundin“, Dresden 1792, und „Skizze einer Geschichte der Künste“, Dresden 1812). Darüber hinaus versuchte er sich als Komponist. Racknitz, der mit Goethe befreundet war, nahm regen Anteil am damaligen Dresdner Kulturleben (häufiger Gast bei C. G. Körner).

Als Hofmarschall leitete er 1790/1806 die Kurfürstliche Kapelle und das Theater.

Ende 1813 übernahm er vorübergehend wieder die Leitung beider Einrichtungen und hatte maßgeblichen Anteil an ihrem Überleben in den Wirren der Befreiungskriege. Racknitz wohnte in dem um 1780 erbauten Palais (Palais Racknitz) am Palaisplatz 10, (1945 zerstört).

Begraben auf dem Inneren Neustädter Friedhof.

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