erste sächsische Manufaktur für Fayencewaren, gegründet als „Stein- und Rundbäckerei“ im Februar 1708 durch Johann Friedrich Böttger. Die auch als „Backerey von holländischen Platten und Gefäßen“ bezeichnete Fayencefabrik befand sich in der Inneren Neustadt am Abdankeplatz (Hintergebäude eines Hauses in der Hauptstraße, das später dem Bildhauer Johann Benjamin Thomae gehörte). 1710 übernahm Peter Eggebrecht (geboren 1680, begraben 24.5.1738 Dresden) die Leitung der Fayencefabrik, die er 1718 kaufte. 1721 erhielt er ein Privileg zur alleinigen Herstellung von Fayencen in der Stadt Dresden. Nach dem Tode führte erst die Witwe und später eine Tochter die Fayencefabrik weiter. Auch der Schwiegersohn Eggebrechts, Johann Joachim Kändler, bewarb sich um die Fayencefabrik, konnte aber wahrscheinlich die geforderten 6.000 Taler nicht aufbringen. 1768 erwarb Christiane Sophie Hörisch die Fayencefabrik, die 1782 ihr Sohn Carl Gottlieb Hörisch übernahm. 1784 wurde die Produktion - zuletzt einfachste Geschirre und Maßkrüge - eingestellt.