Gottfried Semper

Geboren 29.11.1803 – Hamburg
Gestorben 15.05.1879 – Rom, Italien

Gottfried Semper war einer der bedeutendsten deutschen Architekten des Historismus und prägte das Stadtbild Dresdens wie kaum ein anderer Baumeister des 19. Jahrhunderts. Nach Studien und Reisen durch Frankreich, Italien und Griechenland kam er 1834 nach Dresden, wo er eine Professur für Baukunst an der Königlichen Akademie der bildenden Künste sowie die Leitung der Bauschule übernahm. In seiner 15-jährigen Dresdner Schaffensperiode entstanden seine bekanntesten Bauwerke: das (erste) Hoftheater – der Vorläufer der heutigen Semperoper –, die Gemäldegalerie am Zwinger (Sempergalerie) sowie das Maternihospital; auch die 1938 von den Nationalsozialisten zerstörte Dresdner Synagoge geht auf seinen Entwurf zurück. Als überzeugter Republikaner beteiligte er sich 1849 am Dresdner Maiaufstand, woraufhin er aus Sachsen fliehen musste und nie wieder nach Dresden zurückkehrte; seine weiteren Lebensstationen führten ihn über London und Zürich (Polytechnikum, heute ETH) bis nach Wien. Trotz seines erzwungenen Exils bleibt Semper als Schöpfer der Semperoper und der Sempergalerie untrennbar mit der Architekturgeschichte und dem kulturellen Erbe Dresdens verbunden und gilt zudem als Mitbegründer der modernen Theaterarchitektur.