Ernst Ludwig Kirchner

Geboren 06.05.1880 – Aschaffenburg
Gestorben 15.06.1930 – Frauenkirch bei Davos, Schweiz
Ernst Ludwig Kirchner

Ernst Ludwig Kirchner war ein deutscher Maler und Grafiker und einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus. Ab 1901 studierte er Architektur an der Technischen Hochschule Dresden, beschäftigte sich daneben aber intensiv mit Malerei und Zeichnung. Am 7. Juni 1905 gründete er in Dresden gemeinsam mit Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff die Künstlergruppe „Brücke", die zur wichtigsten Keimzelle des deutschen Expressionismus wurde und Dresden für einige Jahre zu einem Zentrum der europäischen Avantgarde machte. In seinen Dresdner Jahren bis 1911 entwickelte Kirchner mit kräftigen Farben, verzerrten Formen und einer neuen, ungeschönten Darstellung von Aktmodellen, Straßenszenen und Badeszenen am Moritzburger Teich einen radikal neuen Bildstil. 1911 zog er nach Berlin, blieb durch die Brücke-Gruppe aber eng mit Dresden verbunden. Die Nationalsozialisten diffamierten sein Werk später als „entartete Kunst"; über 600 seiner Arbeiten wurden aus deutschen Museen entfernt. Bis heute gilt die Gründung der „Brücke" als einer der folgenreichsten Momente der Dresdner Kunstgeschichte und prägt das kulturelle Erbe der Stadt nachhaltig.