Caspar David Friedrich
Caspar David Friedrich wurde 1774 in Greifswald geboren und studierte ab 1794 an der Kunstakademie Kopenhagen. Im Jahr 1798, im Alter von 24 Jahren, zog er nach Dresden, das damals eines der bedeutendsten Kunstzentren Europas war, und machte die Stadt für den Rest seines Lebens zu seinem Lebensmittelpunkt. Von seiner Wohnung am Elbufer aus unternahm er zahlreiche Wanderungen durch die Sächsische Schweiz, das Elbsandsteingebirge und den Harz, deren Landschaften er in seinen Gemälden verarbeitete – darunter sein berühmtestes Werk „Der Wanderer über dem Nebelmeer" (um 1818), das zur Ikone der deutschen Romantik wurde. 1816 wurde er Mitglied der Dresdner Akademie der Künste, 1824 dort außerordentlicher Professor, wenn auch ohne eigenen Lehrstuhl für Landschaftsmalerei. Durch seine enge Verbindung zum Dresdner Künstlerkreis um Carl Gustav Carus, Georg Friedrich Kersting und andere sowie durch seine Lehrtätigkeit prägte er die Dresdner Kunstszene nachhaltig und machte die Stadt zu einem Zentrum der romantischen Landschaftsmalerei. Er starb 1840 verarmt und nach einem Schlaganfall vereinsamt in Dresden und wurde auf dem Dresdner Trinitatisfriedhof beigesetzt, wo sein Grab bis heute erhalten ist. Sein Wohnhaus am Elbufer sowie zahlreiche seiner Motive aus der Umgebung Dresdens machen ihn bis heute zu einer der Stadt eng verbundenen Künstlerpersönlichkeit; wichtige Werke befinden sich in der Galerie Neue Meister im Dresdner Albertinum.