Richard Wagner
Richard Wagner wurde 1813 in Leipzig geboren und zählt zu den einflussreichsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Von 1843 bis 1849 wirkte er als Königlich-Sächsischer Hofkapellmeister an der Dresdner Hofoper und prägte in dieser Zeit die deutsche Opernkultur entscheidend mit. In Dresden wurden seine Opern "Rienzi" (1842), "Der fliegende Holländer" (1843) sowie "Tannhäuser" (1845) uraufgeführt bzw. erstmals unter seiner eigenen Leitung gegeben, wodurch die Stadt zu einem der bedeutendsten Zentren der deutschen Musik- und Theatergeschichte wurde. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagierte sich Wagner politisch und beteiligte sich im Mai 1849 aktiv am Dresdner Maiaufstand, unter anderem gemeinsam mit dem Architekten Gottfried Semper, der Barrikaden errichten ließ. Nach der Niederschlagung des Aufstands wurde gegen ihn Haftbefehl erlassen; Wagner musste aus Dresden fliehen und lebte die folgenden 13 Jahre im Exil in der Schweiz. Trotz dieses abrupten Endes seiner Dresdner Zeit hinterließ er bleibende Spuren in der Musikgeschichte der Stadt und gilt bis heute als einer der bedeutendsten Künstler, die je am Dresdner Hoftheater gewirkt haben. Die spätere Semperoper – benannt nach seinem Weggefährten Gottfried Semper – erinnert bis heute an diese prägende Ära.