Adrian Ludwig Richter

Geboren 28.09.1803 – Friedrichstadt (Dresden)
Gestorben 19.06.1884 – Dresden
Ludwig Richter

Adrian Ludwig Richter wurde 1803 in Friedrichstadt bei Dresden als Sohn des Kupferstechers Carl August Richter geboren und erhielt seine erste künstlerische Ausbildung bei seinem Vater. Nach einem prägenden Romaufenthalt (1823–1826), der ihn mit den Nazarenern in Kontakt brachte, kehrte er nach Sachsen zurück und unterrichtete zunächst an der Zeichenschule der Meissener Porzellanmanufaktur. 1836 wurde er als Nachfolger seines Vaters auf den Lehrstuhl für Landschaftsmalerei an die Dresdner Kunstakademie berufen, wo er bis 1876 wirkte und Generationen von Künstlern prägte. Mit rund 2.660 Holzschnitten und Illustrationen zu über 150 Büchern, darunter die "Volksmährchen der Deutschen" (1842), wurde er zum meistgeschätzten deutschen Illustrator der Mitte des 19. Jahrhunderts und prägte das Bild eines idyllischen, volksnahen Deutschlands. Sein Gemälde "Brautzug im Frühling" wurde 1855 auf der Pariser Weltausstellung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Als Lehrer an der Dresdner Akademie und zentrale Figur des künstlerischen Lebens der Stadt trug er maßgeblich dazu bei, dass Dresden im 19. Jahrhundert als bedeutendes Zentrum der deutschen Malerei galt. Bis heute erinnern Straßennamen und Gedenkstätten in Dresden an sein Wirken.