ehemalige Großbrauerei im Plauenschen Grund.
Sie wurde 1857/58 vom „Aktienverein der Brauerei zum Felsenkeller“ im Bereich der 1559 gegründeten, 1871 abgetragenen Buschmühle errichtet. Als Lagerkeller wurden neun, je 66 m tiefe Stollen in den Fels gesprengt und durch einen 140 m langen Gang miteinander verbunden. Der Fuhrpark verfügte zeitweise über 150 Zugpferde. Die Felsenkellerbrauerei erzielte 1928/29 einen Jahresausstoß von 400.000 und 1973 von 500.000 hl Bier, spezialisierte sich 1981 auf Fass- und Tankabfüllung und musste 1990 die Produktion einstellen. Danach wurde geplant, die z. T. unter Denkmalschutz stehenden Gebäude einschließlich der ehemaligen Brauereigaststätte (am Standort der ehemaligen Villa Grassi) gewerblich zu nutzen.
Das Markenzeichen eines feuerspeienden roten Drachens und der Straßenname Am Eiswurmlager gehen auf eine Anekdote aus dem Jahr 1862 zurück.
Damals wurden Kleinaktionäre durch das Gerücht erschreckt, ein „Eiswurm“ in den Lagerkellern verzehre das Kühleis und lasse so das Bier verderben.